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Grundschulen auf dem Weg in die Informationsgesellschaft
Lesen, Schreiben, Rechnen und: Medienkompetenz – längst ist zu den drei grundlegenden Schlüsselkompetenzen, die Schülerinnen und Schülern in der Grundschule vermittelt werden sollen, eine vierte hinzugekommen. Begründet liegt dies in der zunehmenden Technisierung der kindlichen Lebenswelt, die einen kompetenten, kritisch-reflexiven Umgang mit Medien unerlässlich macht, auch um sich in der späteren Berufswelt zu Recht zu finden. Der im August 2008 in Kraft getretene Kernlehrplan für das Unterrichtsfach Sachunterricht in staatlichen Grundschulen, in dem bestimmte Kompetenzerwartungen an die Schülerinnen und Schüler festgeschrieben werden, sieht die Vermittlung von Kompetenzen im Umgang mit Medien daher als festen Bestandteil des Unterrichts.
Bereits seit 1996 hat sich auch das Projekt „Schulen ans Netz e.V.“ zum Ziel gesetzt, flächendeckend allen Schulen einen Zugang zum Internet zu ermöglichen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat hier in Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom dafür gesorgt, dass je nach verfolgtem Lehr- und Lernkonzept Schulen mit Computerräumen bzw. einzelnen PCs pro Klassenraum ausgestattet und der Zugang zum WorldWideWeb sichergestellt wurden. Inzwischen ist das Konzept um die Weiterbildung von Lehrkräften zu kompetenten Multiplikatoren der Medienbildung in der schulischen Ausbildung erweitert worden. Es ist nachvollziehbar, dass es im Rahmen eines solchen bundesweiten Projektes kaum realisierbar ist, die Schulen laufend mit Computern der neuesten Generation auszustatten.
Der Elektrofachmarkt Berlet geht nun mit gutem Beispiel voran und stiftet im Rahmen der Aktion „iMacs für iMännchen“ einen Computer der neuesten Generation an ausgewählte Grundschulklassen. Neben Erfahrungen mit einem Schreibprogramm und im Umgang mit Internet und Email können die Schülerinnen und Schüler mithilfe topaktueller Bild- und Videobearbeitungssoftware mithilfe dieser neuesten Technik Kenntnisse im Umgang mit den Manipulationsmöglichkeiten bildgebender Medien erwerben. Darüber hinaus sind auch selbst gestaltete Videoprojekte bereits im Grundschulalter denkbar.
Die Aktion der Hagener Elektronikfirma leistet somit einen guten Beitrag zur Umsetzung der im Bildungswesen der Bundesrepublik auf dem Weg in die Informationsgesellschaft geforderten kritischen Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern im Grundschulalter. Es wäre wünschenswert, dass sich weitere lokal niedergelassene Firmen von einer so beispielhaften Aktion anstecken lassen.
Katrin Seifer M.A.,
Medienpädagogin